Meine Geschichte
Es gab keinen Weg zurück mehr bei mir.
Vor vielen Jahren stand ich auf einem Scheideweg. Links führte der Weg über einen Berg, rechts führte der Weg über eine große Schlucht. Ich nahm den rechten Weg.
Kurzer Sprung weiter zurück in die Vergangenheit. Ich bin in einer Familie groß geworden, wo Arbeiten sehr wichtig war. Sie stand an erster Stelle. Es wurde viel davon gemacht. Es gab keine Alternative dazu.
Also bin ich als braves Mädel und dann als brave junge Erwachsene auch meine Berufe so angegangen.
Mich anstrengen, bemühen, dass alles passt, keine Probleme machen.
Perfekt für einen Arbeitgeber. Kein Wunder, dass ich an meiner ersten Arbeitsstelle 5 Vertretungen machen durfte. Das hat sich mit der Zeit natürlich an mir gerächt.

Das „brave Mädel“ funktioniert
Der Körper beginnt zu schreien

Zu der Zeit war ich ständig verkühlt, hatte jeden Tag Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, wo nur die verschreibungspflichtigen Hammer geholfen haben, von denen war ich dann aber platt.
Schlafen war auch nicht mehr erholsam, weil die Schmerzen mich geweckt haben, ich meine Gedanken nicht mehr abschalten konnte, und ich dadurch recht lange zum Einschlafen gebraucht habe.
Also ständige Müdigkeit, trotzdem aber mein bestes geben, denn die Arbeit muss gut gemacht werden. Meine Einstellung war
„Mind over Body“ - mit dem Verstand schaffst du alles.
Oh, das war ein großer Irrtum. Ich habe die Schmerzen hingenommen,
„Da muss man durch“ war mein Motto.
Danach kam ein Hörsturz inklusive Tinnitus dazu, ja dann war an schlafen nicht mehr zu denken. Ständig lautes Geräusch im Kopf, und ich wusste nicht wie ich mit dem leben soll, ob das je wieder vergehen wird.
Ich bin natürlich nicht gleich zum Arzt gegangen, erst viele Wochen später, wo es dann geheißen hat „Jetzt ist es zu spät, um da noch was machen zu können. Sie müssen damit leben lernen“. Mir war sehr oft zum weinen. Wer Tinnitus kennt, weiß, was das für eine Belastung ist. Dauerstress im Kopf. Zusätzlich zu dem Gedankenmüll, den man sonst schon hat.
Ich hab aber nicht die Bremse gezogen oder wäre einen anderen Weg gegangen. Hab schön brav weitergemacht. Verdauungsbeschwerden kamen dazu, dann über ein Jahr lang tägliche Magenschmerzen, zum Arzt bin ich nicht gegangen, könnte ja was dabei herauskommen und ich wollte nicht wissen was los war.
In meiner damaligen Arbeit gab’s viel Stress zusätzlich, viele Leute sind ausgefallen, und anstatt 10 Leuten, waren wir manchmal nur zu zweit. In der IT, unmöglich. Da kam soviel Druck noch von außen, die Kunden wurden immer ungehaltener und teilweise extrem bösartig. Ich wollte halt trotzdem dass die Bude weiterläuft, auch wenn wir nur zu zweit waren. Ich wollte mir aber nicht anmerken lassen, dass es mir schlecht ging.
Ich hätte mich dafür geschämt, Schwäche zu zeigen.
Dann gab es einen Punkt, wo ich gemerkt habe „Ich weiß nicht was es ist, aber wenn ich jetzt nicht die Bremse ziehe, dann passiert was schreckliches“.
In der Nacht, wo es rundherum leise wurde, waren die Gedanken besonders laut, ich grübelte wie ich da wieder herauskommen könnte. Zu der Zeit hab ich schon ziemlich bleich ausgesehen, das einzig farbige in meinem Gesicht waren die Augenringe. Dann dachte ich, ich hab die Lösung.
Er wird noch lauter

Die Entscheidung gegen mich selbst

Ich hab in meiner Arbeit darum gebeten, mich für drei Monate unbezahlt beurlauben zu lassen. Das wurde abgelehnt, weil wir eh schon so wenig Leute waren und sie mich brauchen würden.
Da stand ich an diesem Scheideweg, wo ich gerne links gegangen wäre in den unbezahlten Urlaub, Zeit für Pause und für mich was zu tun. Ich bin den rechten Weg gegangen, weil ich nicht zu mir gestanden bin, und zu meinem Körper, der schon so lange geschrien hat.
Die Entscheidung war für die Arbeit, und gegen mich.
Also machte ich weiter.
Nicht mehr lange. Mein Schlaf war zu der Zeit schon extrem schlecht, einschlafen und durchschlafen waren nur mehr eine Erinnerung an ein vergangenes Leben. Zu müde zum Einschlafen. Ein paar Stunden die Nacht mit vielen Unterbrechungen. Der Tag war voller Müdigkeit, Stress, Schmerz und Angst vor dem kommenden Tag durchzogen.
Und dann kamen zwei Wochen wo ich gefühlt null geschlafen habe. Paar Minuten Schlaf, dann wieder wach. Starkes Herzklopfen und Schweißausbrüche kamen dazu, und eine riesige Angst, dass ich das alles nicht mehr schaffen würde. Auf der einen Seite war der Körper in höchstem Alarmzustand, wie einen Dauer-Sprint zu laufen, und zugleich war ich gelähmt durch diese Angst. Ich fühlte mich, als würde es mich zerreissen. Das hat mir den Rest gegeben.
Da stand ich kurz vor Weihnachten abends beim Kochen am Herd und ich sah und spürte eine große, graue Wolke die mich einhüllte. Mein Körper begann zu weinen, ich spürte eine riesige Angst die Kontrolle zu verlieren und vor der Ungewissheit was jetzt passieren würde.
Mir war, als würde mich eine Lawine zuschütten und ich wusste nicht mehr wo oben und unten war. Ich bekam keine Luft mehr, der Brustkorb und der Hals schnürte sich zusammen, der Herzschlag war gefühlt auf 200, die Knie zitterten. Ich hatte wirklich die Kontrolle über meinen Körper verloren. Er hatte einfach übernommen und ich konnte nichts dagegen machen.
Der Zusammenbruch
Mein Körper hatte übernommen.
Es gab kein zurück mehr.
Ich ging nächsten Tag zum Arzt.
Ich sah über Nacht 15 Jahre älter aus.
Grau, fahl, mein Gewebe am ganzen Körper war nach unten gerutscht. Eine weiße Haarsträhne war plötzlich da.
Für meine Sinne war es die Hölle, weil alles so laut und grell war. Mein Nervenkostüm war total zerrüttet. Der Arzt verschrieb mir sofort Schlaftabletten, so richtige Hammer, damit ich mal wieder etwas Schlaf bekam.
Er schickte mich in den Krankenstand mit Diagnose Burnout.
Ich dachte noch, in zwei Wochen werde ich wieder arbeiten gehen. Ich kann doch nicht so lange zu Hause bleiben. Und ich schämte mich so, ich wollte meinen Kollegen garnicht sagen, was mit mir los war. Es war für mich Versagen auf voller Linie.
Zwei Wochen danach verstarb auch noch viel zu jung mein lieber Kollege und Mentor, ein guter Freund, der mir in der Arbeit noch Halt gab. Meine Welt ist dann komplett zusammengebrochen und dann wusste ich, ich kann da nicht mehr zurück.



Alle Tage und Nächte waren nur mehr grau. Depression, bleierne Müdigkeit, kein Antrieb, kein Lebenswille, keine Zukunftsperspektiven, schlaflose Nächte, Panikattacken, Schmerzen am ganzen Körper, Scham, Schuld, Zurückgezogenheit. Panikattacken, auch wenn ich nur an die Arbeit dachte. Ich sah keine Zukunft mehr für mich. Ich wollte mich nur mehr in eine Ecke setzen und sterben. Und das, obwohl ich einen großartigen Mann an meiner Seite hatte, der mich die ganze Zeit unterstützt hat. Ich hatte so Schuldgefühle ihm gegenüber, weil ich nicht mehr leben wollte.
Aber ich hatte einen Funken in mir, der Leben wollte. Der war stark genug, trotz dieser großen Schwere. Und ich habe mir Unterstützung gesucht, viel Unterstützung, denn die hatte ich nötig.
Ich hab alles ausprobiert was mir über den Weg gekommen ist.
Schlaftabletten: die durfte ich nicht lang nehmen, sie wären zu schädlich auf Dauer und machen abhängig.
Antidepressiva: die haben mich nur gedämpft, und mir war die ganze Zeit schlecht davon und ich fühlte mich wie ein Zombie. Schlafen konnte ich deswegen trotzdem nicht gut. Ich war wie gerädert.
Gesprächstherapie: danach war ich zwei Tage wie von einer Dampfwalze geplättet. Gebracht hat es mir nichts.
Homöopathie: hab keine Veränderung gespürt.
Und dann bin ich zu den Runen und Shiatsu gekommen. Da hab ich sofort gemerkt, das wirkt. Ich hab sofort eine Veränderung gespürt. Es hat sich soviel verändert mit dieser Arbeit und ich konnte wieder schlafen, immer besser. Mein Leben nahm endlich eine Wendung.
Ich war durch diese Erfahrung so begeistert und überzeugt, ich wollte das auch können und habe zu beiden Methoden eine Ausbildung gemacht.
Heute geht es mir sehr gut. Ich bin glücklich...
genieße meine Zeit mit meinem Mann, und ich kann wieder gut schlafen. Bin schmerzfrei, habe wieder Energie. Ich kann gut für mich sorgen. Ich sehe wieder 15 Jahre jünger aus, und habe am eigenen Leib erfahren, dass man Schmerz und Leid wieder rückgängig machen kann. Ich fühle mich besser als mit 20 Jahren.
Die Suche nach dem Funken
Die Rettung:
Shiatsu & Runen


Burnout ist nicht einfach nur Erschöpfung. Es ist das Ergebnis eines langen, harten Kampfes gegen die eigene Natur. Wenn wir „Mind over Body“ leben und unsere Grenzen über Jahre ignorieren, verliert das gesamte System die Ordnung.
Schlafstörungen, Tinnitus, Schmerzen und Angst sind dabei die lauten Hilferufe einer Seele, die keinen anderen Ausweg mehr sieht.
Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie man die „graue Wolke“ auflöst und das Nervensystem wieder in die Sicherheit führt. Meine Arbeit setzt genau dort an, wo die herkömmlichen Methoden bei mir versagt haben: bei der tiefen, energetischen Rückverbindung zum eigenen Körper.
Es ist mir ein tiefes Herzensanliegen, Menschen dabei zu unterstützen, bevor die Lawine sie ganz zuschüttet. Burnout muss nicht das Ende sein – es kann der Beginn eines Lebens sein, das sich besser anfühlt als alles zuvor. Ich bin der lebende Beweis dafür, dass man Schmerz und Leid rückgängig machen kann und noch stärker daraus hervorgeht.
Heute weiß ich
